Torsten Goods - Love Comes To Town

Den Namen eines Covers trägt die neue CD des deutsch-irischen Jazzgitarristen Torsten Goods. Und das ist wohl kein Zufall, eher eine Reminiszenz an den Inhalt der Platte, denn es finden sich einige Cover, unter anderem von U2s legendärem Song von 1988 auf dem Album. Fast fünf Jahre nach seinem letzten Album "1980" kehrt Torsten Goods mit einer esthetischen Jazz-Pop Platte zurück. Er wirkt reifer und ernsthafter, entschleunigte er doch nach dem rasanten Erfolg vor 5 Jahren selbstbestimmt seine Karriere und wandte sich zunächst seiner musikalischen Entwicklung zu. „When love comes to town“ ist eine Zusammenstellung aus Jazz-Pop Perlen, schön groovig gehalten vom in Hochform aufspielenden Wolfgang Haffner und gefühlvoll arrangiert von Torsten Goods und seinen Mitmusikern. Und mit prominenter Unterstützung: Nils Landgren, Till Brönner und Viktoria Tolstoy sind nur einige der Musiker, die auf der Platte ein Stelldichein geben. Die 14 Stücke gefallen alle, außer vielleicht das Adele cover „Someone like you“ ist dann doch ein wenig zu viel des musikalischen Honigs mit höchster Klebekraft. Musikalische Innovationen sollte man ebenfalls nicht erwarten auf diesem Album, aber einfach schöne Musik ohne Innovation kann durchaus auch mal schön sein. Highlights sind zweifelsohne der Opener „you wind me up“ aus Torsten Goods’ eigener Feder und der Titeltrack selbst mit Ida Sand als Gastvokalistin und das bluesige „put it where you want it“. Überhaupt ist der Blues ein prominenter und stetiger Begleiter auf dem Album. Goods zeigt seine Roots mit einem schönen Jazzgitarrensolo auf dem letzten Stück „Berlin p.m.“, hat sich aber sonst für den Pop-Jazz oder Jazz-Pop entschieden. Keine schlechte Entscheidung, denn: was er macht macht er auf seinem neuen Album sehr gut. Wenn Jazz-Pop also der neue Stil des Jahres 2013 ist, dann könnte diese Platte der Soundtrack auf Deutschland dazu werden.

Von: Nabil Atassi


Torsten Goods
Love comes to town
VÖ: 28.06.2013
Torsten Goods: guitar&vocals, Wolfgang Haffner: Drums, Jan Miserre: Piano, Christian von Kaphengst: bass
14 tracks
Spieldauer: 60:39 min
ACT/edel:kultur

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